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Zeitreise der Lernenden der KUNDERT AG 7. Juli 2010 bis 8. Juli 2010
Bericht der teilnehmenden Lernenden:
Es ist 08.00 Uhr am Mittwochmorgen. Alle Lernenden der KUNDERT AG haben sich
pünktlich am Bahnhof in Rapperswil versammelt. Zusammen ging es dann weiter mit
dem Zug in Richtung La Chaux-de-Fonds. Die Fahrt dauerte ca. 2 ¾ Stunden. Alle
waren schon sehr gespannt was uns erwartet. Nach einem kurzen Umstieg in Zürich,
wechselten wir in den Schnellzug und schon kamen wir das erste Mal mit der
Französischen Sprache in Kontakt. Wenn man einen Blick aus dem Zugfenster warf,
bemerkte man, dass sich nicht nur die Sprache sondern auch die Landschaft
veränderte. Viel Land und Wald anstatt Städte mit grossen Gebäuden. Die Weiden
erstreckten sich über mehrere Kilometer. Die Stimmung bei uns war super. Die
Sonne schien, keine Wolken am Himmel und es herrschten angenehme Temperaturen.
Endlich in La Chaux-de-Fonds angekommen, marschierten wir in den Park um unser
Mittagslunch zu essen. Zusammen an einem Tisch im Schatten assen wir unsere
"selbstgemachten" Sandwichs. So gegen 13:00 Uhr marschierten wir Richtung
Internationales Museum für Uhren. Eine halbe Stunde lang konnten wir uns dort
selbstständig im Museum bewegen. Danach gab es eine Führung durch das Museum.
Die Geschichte der Zeiterfassung wurde uns näher gebracht. Viele Exemplare
durften wir bestaunen, unter anderem die Sonnenuhren, nichtmechanische Uhren
oder sehr komplizierte Uhren mit unzähligen, meist kleinen Verziehrungen und
teilweise mit den verschiedensten Funktionen. Viele alte Taschenuhren waren
sorgfältig mit den schönsten Bildern bemalt. Mit Wimpern zeichneten die
Uhrenmacher dazumal kleinste Details. Bei manchen Uhren sang sogar ein Vogel,
sobald die Uhr zwölf schlug. Die Vögel waren noch mit ihren echten Federn
überzogen. Ebenfalls in Ausstellung waren die dünnste, so wie die kleinste Uhr
der Welt. Wir erfuhren, dass ein Uhrenmacher bis zu 30 Jahre an einer einzigen
Uhr arbeitete. Im Vergleich zu Heute wird eine Swatch Uhr innerhalb von 9
Minuten vollautomatisch hergestellt. Auch sehr Interessant war der Einblick in
die Uhrenrestauration des Museums. Im Museum befand sich ausserdem die
allerneuste Zeitmesstechnik und die Atomuhr, welche aber nicht in die Führung
einbezogen wurden.
Von La-Chaux-de-Fonds aus ging es weiter in Richtung Le Bémont. Zwischendurch
mussten wir auf ein Bus umsteigen, wobei wir schnell feststellen mussten, dass
die Jurassier einen sehr schnellen Fahrstil haben. Der Busfahrer raste über die
Strassen, welche gerade im Umbau waren, als ob er auf einer Autobahn wäre.
Einigen wurde es sogar fast noch schlecht. Doch auch diese Fahrt hatte ein Ende
und wir waren alle froh, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Den
letzen Teil der Strecke ging es dann nochmals mit der Bahn. An einem kleinen
Bahnhof hielt unser Zug und wir stiegen aus. Wir waren in Le Bémont angekommen
und sahen zugleich auch unsere Jugendherberge. Nach kurzer Besichtigung der
Jugendherberge und Umgebung wurde uns schnell klar, dass wir mitten im Jura
waren. Bis zum Abendessen dauerte es noch ein Weilchen. Ein Paar der Lernenden
ruhten sich in den Liegenstühlen aus und genossen die Ruhe und die Landschaft,
andere spielten ein wenig Fussball und wieder andere, wie Jeannine und Fabienne,
sonnten sich noch in den Sonnenstrahlen der Abendsonne, mit der Hoffnung noch
ein wenig Bräune anzunehmen. Um ca. 18.45 Uhr gab es schliesslich Abendessen.
Youth Hostel in Le Bémont Internationales Uhrenmuseum Lernende der KUNDERT AG.
Da an diesem Tag auch noch das Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien
stattfand, war klar, wie das Programm für den Abend aussah. Zum Glück gab es ein
Fernseher in der Jugendherberge. Für die, welcher der Fernseher zu klein war,
gingen in ein kleines Restaurant, welches sich direkt hinter der Jugendherberge
befand, um den Match auf einer grossen Leinwand zu verfolgen. Nach einem guten
Match begaben wir uns langsam wieder zurück in unsere Zimmer, damit wir für den
nächsten Tag fit sind. In einem Zimmer hörte man anfangs noch viel Gelächter und
Geschwätze, doch auch dies legte sich mit der Zeit.
Am nächsten Tag wurden wir schon früh mit Sonnenstrahlen begrüsst. Ein
herrlicher Tag erwartete uns. Die, welche schon Appetit hatten, stärkten sich
mit einem Frühstück in der Jugendherberge, die Anderen dösten noch ein bisschen
auf der Sonnenbank vor dem Haus. Mit gepackten Rucksäcken marschierten wieder
los in Richtung Saignelégier, wo wir am Bahnhof auf die Velos umstiegen. Vorher
aber noch, machten wir einen kurzen halt im COOP, wo wir uns für den Tag mit
Essen eindeckten und einige doch noch Appetit auf "Gipfeli" bekommen haben.
Nachdem alle ein Velo erhalten und die Helme aufgesetzt hatten, fuhren wir
Richtung Glovelier. Gleich zu Beginn stand uns ein kleiner Aufstieg bevor. Mit
ganzer Kraft überwanden wir die kurze aber harte Strecke und kamen zu unserer
Grillstelle im Naturschutzgebiet. Da wir genügend Zeit hatten, wanderten wir um
den kleinen See und konnten so das Naturschutzgebiet in Ruhe besichtigen. Dabei
bewunderten wir die Schönheit und Vollkommenheit der Natur.
Zurück an unserer Grillstelle verzehrten wir unsere Sandwichs und Salate,
grillierten Würste, und naschten Chips. Wir genossen noch ein wenig die Sonne
und plauderten miteinander. Etwa eine halbe Stunde früher als geplant, nahmen
wir den 2. Anlauf für unsere Velotour. Zuerst ging es bergab, ein angenehmer
kühler Wind frischte uns auf. Doch die Frische hielt nicht lang. Denn nun hiess
es; Trampen was das Zeug hält! Mit zusammengebissenen Zähnen errungen wir
mehrere Hügel. Der Schweiss lief und lief, das Wasser wurde immer knapper. Als
wir mit letzter Kraft den höchsten Punkt erreicht hatten, konnten wir unseren
Wasservorrat wieder auffüllen, durch einen SELECTA-Automat. Nach dieser
Anstrengung ging es zum Glück wieder bergab, und der Wind trocknete unsere
Schweisstropfen. Wir wurden immer schneller und schneller, der Weg immer
verzwickter. Die Kurven wurden enger und auf der Seite ging es immer weiter
hinunter. Man musste extrem aufpassen, denn die Strecke war sehr anspruchsvoll,
besonders mit den Jurassiern als Gegenverkehr. Manche hatten den Kampf mit dem
Helm, da dieser zu locker war und bei der Geschwindigkeit nach hinten rutschte.
Allerdings am meisten Probleme hatten wir mit dem Velosattel, welcher dünn und
unbequem war, sodass man ab und zu im Stehen fahren musste. Mit hoher
Geschwindigkeit kamen wir schlussendlich an unser Ziel; Glovelier. Erschöpft,
aber noch immer super gelaunt, gaben wir unsere Velos ab. Weil wir etwas früher
in Glovelier eintrafen, besuchten wir noch das Restaurant direkt neben dem
Bahnhof. Mit unseren Französisch-Kenntnissen bestellten wir Glacés, welche
hausgemacht und mit frischen Beeren und Waffeln versehen waren. Wir tankten
wieder Energie und gingen anschliessend auf den Zug in Richtung Rapperswil.
Während der langen Zugfahrt wurde viel gelacht und geplaudert. Dieser Ausflug
war für alle ein Erlebnis mit unvergesslichen, wie auch lustigen Momenten. Dazu
war es für die Lernenden, die nun mit der Lehre fertig sind, ein schöner
Abschluss. Wir danken Frau Kundert, den Herren Kundert und Herrn Fürer für diese
kleine "Zeitreise".
Exkursion 2005 zum Kraftwerk Linth-Limmern
Bericht der teilnehmenden Lernenden:
Am 12. August haben wir das Pump-Speicher-Kraftwerk Linth-Limmern im Glarnerland
besichtigt. Beeindruckt von all den Maschinen und Anlagen, die im Berginnern untergebracht
sind, haben wir erfahren, welchen Aufwand benötigt wird, bis der Strom aus der Steckdose
bezogen werden kann. Nach einer Bergfahrt mit Seilbahn und anschliessender Wanderung
durch den 2.4 km langen Stollen präsentierte sich der Stausee bei schönem Wetter
vor wunderbarer Bergkulisse. Der anschliessende Aufstieg zu Muttseehütte war eine
für alle nicht alltägliche Herausforderung. Nun erreichten wir die Stelle, wo das
Wasser für die Stauanlagen entspringt. Nach einem gemütlichen und fröhlichen Hüttenabend
und einer kurzen Nacht, überquerten wir am anderen Tag bei nassem, nebligem Wetter
den Kistenpass und gelangten so ins Bündnerland nach Brigels. Die anschliessende
Heimfahrt mit der Rhätischen Bahn und der SBB nach Rapperswil brachte uns die notwendige
Erholung für den Ausgang am Samstagabend. Herrn Fürer, unserem Lehrlingsausbildner,
danken wir für die Organisation dieser eindrücklichen Exkursion sowie der Geschäftsleitung
für den freien Tag und die finanzielle Unterstützung.

13. August 2005 / 08.30 Uhr / Temperatur: 4° C:
Die Lernenden der KUNDERT AG (Polymechaniker und KV) sind bereit zum Abmarsch.
KUNDERT AG, Kunststofftechnik
Buechstrasse 33, CH-8645 Jona
Telefon +41 (0) 55 225 16 16, Telefax +41(0) 55 225 16 17
E-Mail:
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